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Wie wird der Sekt gemacht.

Was passiert eigentlich, bevor der Sekt in Ihrem Glas perlt? Wir nehmen Sie mit auf eine Erkundungstour: Begleiten Sie uns in unsere Sektkellerei und sehen Sie, wie der Sekt entsteht – von der Rebe bis in die Flasche.

Der Wein

Jeder Sekt ist nur so gut wie die Weine, aus denen er entsteht. Nicht jeder Wein besitzt die Qualität, die zur Sektherstellung notwendig ist. Die Erfahrung und Sorgfalt des Winzers bestimmt die Güte der Trauben, die nach der Weinlese vorsichtig gepresst werden (der Fachmann sagt dazu keltern), damit keine störenden Geschmacksstoffe aus Kernen oder Stielen in den Traubenmost gelangen. In Fässer gefüllt beginnt der Most nun unter Einwirkung von Weinhefe zu gären. Der dabei entstehende Alkohol, der zwischen 8 und 12 % Vol. erreicht, bindet die Aroma- und Bukettstoffe im Wein. Danach wird der klare und helle Wein abgezogen (in andere Fässer umgelagert), die trübe Hefe bleibt dabei zurück. Der Wein muss nun einige Monate ruhen, denn nur reifer Wein mit vollen Duft- und Geschmacksstoffen kann Grundlage zur Sektherstellung sein. Später entscheidet dann der Kellermeister, ob dieser Wein zum Charakter seiner Sektkomposition passt.

Die Komposition

Durch Auswahl und Zusammenstellung verschiedener Grundweine bestimmt der Kellermeister maßgeblich die Qualität und den Charakter eines Sektes. Nur sein besonderer Geruchs- und Geschmackssinn kann aus den vielfältigen Rebsorten, Lagen und Jahrgängen die Weine auswählen, die sich in Bukett und Geschmack gegenseitig bereichern.

Die Vermählung verschiedener Weine heißt in der Fachsprache »Cuvée«. Eine gelungene Cuvée ist meist ausgewogener als es jeder einzelne der verwendeten Weine für sich alleine sein kann. Schon bei der Weinauswahl schätzt der Kellermeister ab, wie sich die Weine bei der anschließenden Entwicklung zum Sekt verhalten werden. Durch seine hohe Kunst der optimalen Zusammenstellung sorgt der Kellermeister für den gleich bleibenden Charakter und die unveränderte Qualität einer Sektmarke – unabhängig von den Launen der Natur. Einzige Ausnahme sind die Jahrgangssekte, bei denen jahrgangsspezifische Besonderheiten erwünscht sind.